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FarbraumLinien


Am Anfang meiner Künstlerischen Laufbahn stand die Zeichnung,
geprägt von der linearen Auseinandersetzung mit der Architektur.
Auch nach der Entdeckung der menschlichen Figur und der malerischen Umsetzung der Sujets blieb die Linie als gliederndes Element der Farbräume vorhanden. In den Gemälden die in Anlehnung an die figürlichen Zeichnungen entstanden, entwickelte sich ein so hoher Grad der Abstraktion, das zum Beispiel ein liegender Akt als Landschaft gesehen werden konnte. So entstanden letztendlich großformatige Werke und kleine Mischtechniken die entweder die menschliche Figur oder die Landschaft thematisierten.

Die Werke auf den Fotos zeigen die Weiterentwicklung der vorangegangener Arbeitsprozesse.

Bilder

Die Natur inspiriert mich in Ihrer unendlichen Vielfalt der Formen und Farben, dem Wechsel der Jahreszeiten, dem Spiel von Licht und Schatten. Hauptbestandteil meiner Arbeit ist die visuelle Wirkung von Farben in Bezug zur Räumlichkeit und zum Licht, sowie die Bedeutung des grafischen Elements in Verbindung zu den Farbflächen. Hierzu nehme ich real gesehene, gezeichnete oder fotografierte Landschaftsausschnitte zwar zum Anlass der Arbeit, aber das fertige Bild ist letztendlich eine Neuschaffung des Gesehenen.

Ich finde, das meine Werke sich weder der Informellen noch der impressionistischen Kunst zuordnen lassen. Man könnte Parallelen zur Linie in der Informellen Malerei erkennen, aber die Entscheidung sie zu setzen, ist rein funktional im Sinne meiner Bildkomposition. Mir geht es auch nicht wie bei der impressionistischen Malerei darum, einen speziellen flüchtigen Eindruck von Farbe und Licht einzufangen, sondern ich setze Licht und Farbe rein synthetisch ein. Ich sehe mich im Spannungsfeld zwischen Realismus, Abstraktion und reiner Malerei.

Die Bilder sind nicht von vorn herein geplant, sondern entstehen im Arbeitsprozess, sie verändern sich ständig, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Während der Arbeit drehe ich viele meiner Bilder, d. h. ein im Querformat angefangenes Bild kann bei der Fertigstellung zum Hochformat werden oder umgekehrt. Viele meiner Werke funktionieren von drei oder vier Seiten aus gesehen.

Ein Bild anzufangen ist für mich immer sehr spannend, nichts ist festgelegt. Das Werk muss wachsen und ist die Summe von Anlass, spontanem
Reagieren, Zufall und geistiger Auseinandersetzung.

Farbobjekte

Durch die Farbobjekte transponiere ich die Thematik der Malerei in die 3. Dimension und gehe auf verschiedene Raumsituationen ein.
Anders als beim Bild, bei dem ich die Linie einfliesen lasse gehe ich hier mit dem Tuch auf eine vorgegebene Situation ein. Die Auswahl der Form treffe ich vor Ort in der Natur. Nicht der Baum, sondern seine linear einsetzbare Möglichkeit inspiriert mich. Die Eigenfarbe der geschälten Äste wird mit einbezogen. Ich experimentiere mit Silikon vermische es mit Pigment und erziele dadurch eine dicke teiltransparente Masse, überarbeite sie gegebenenfalls wieder mit Ölfarbe- wodurch eine weitere plastische Wirkung entsteht. Oder ich überziehe einzelne Farbflächen mit purem Silikon und erreiche dadurch eine seidenmatte, durchsichtige Schicht mit der ich auf die Transparenz des Wassers eingehe.

Meine Kunst ist Schöpfung eigener Prägung ein gründlich durchdachter Entwurf einer möglichen Welt.

Ein Bild anzufangen ist für mich immer sehr spannend, es ist nichts festgelegt. Das Werk muss Wachsen – ist die Summe von Anlass, spontanem Reagieren, Zufall und letztendlich Kopfarbeit.